Erneut gelungene Auslandspraktika in Tschechien

Die sechs Schüler/Innen der Berufsbildenden Schule Wirtschaft Verena Islamyar, Anita Krivega, Regina Schulz, Dimitrij Falgubert, Alex Rau und Sebastian Schmidt in Tschechien, zusammen mit ihren „Co-Praktikantinnen“ und den Betreuungslehrern Lenka Lexova und Michael Pelke vor der Stadtbibliothek in Pribram

Sebastian Schmidt mit Mitarbeiterinnen in der Firma „Finvest

Der mittlerweile fest etablierte Praktikantenaustausch zwischen der Wirtschaftsakademie Pribram in Tschechien und der Berufsbildenden Schule Wirtschaft in Idar-Oberstein fand auch dieses Jahr vor den Sommerferien wieder statt. Aus der Schulform „Höhere Berufsfachschule Organisation und Officemanagement“ waren wieder drei Schülerinnen und drei Schüler mutig genug, sich für ein dreiwöchiges Praktikum in Tschechien anzumelden, das im Rahmen des EU-Programms „Erasmus+“ gefördert wird. Dabei konnten sie sich auf die gut funktionierende Kooperation der betreuenden Partnerschulen verlassen.

Zwischen den beiden Schulen gibt es seit 2006 eine intensive Zusammenarbeit, die durch eine Initiative des Landes Rheinland-Pfalz und der Region Mittelböhmen zustande gekommen ist. Mit Hilfe von TANDEM/Regensburg, einer bewährten deutsch-tschechischen Betreuungsorganisation, konnten die Praktikanten im kaufmännischen Bereich Einblicke in Arbeitsabläufe gewinnen, die im Gastgeberland in Bürotätigkeiten üblich sind. Sie arbeiteten in einer Baumaschinenexportfirma, einer Schulverwaltung, einer Bibliothek, einem Reisebüro und einer Investmentfirma.

Das Sprachproblem wurde durch eine dreitägige Sprachanimation unter Regie von TANDEM sowie durch sechs ständige, gleichaltrige „Co-Praktikantinnen“ aus Pribram, die Deutsch als Fremdsprache gewählt hatten, erheblich gemindert. Sie begleiteten die Idar-Obersteiner jeden Tag in die Betriebe und schlossen mit ihnen Freundschaft. Über betreuende Maßnahmen seitens der Begleitlehrer Achim Feistel, Michael Pelke und Lenka Lexova konnten diese Kontakte unter Jugendlichen gefördert werden, so dass gegenseitige Besuche auf privater Ebene in Zukunft sehr wahrscheinlich fortgeführt werden. Ein kulturelles Rahmenprogramm an den Abenden und an den Wochenenden war für diese Entwicklung bestens geeignet. Die sechs Praktikanten wohnten zusammen in einer Schulwohnung, kochten und wuschen ihre Wäsche „ohne Mama“ und führten auch selbstständig die Haushaltskasse. In ihrem Ausbildungsgang der Höheren Berufsfachschule sind 8 Wochen beruflicher Praktika vorgeschrieben, wobei Auslandsaufenthalte ausdrücklich erwünscht sind. Beide Schulen sind sich darin einig, auch in den nächsten Jahren den Austausch weiter auszubauen, denn die Auslandserfahrungen wurden von allen sehr positiv in ihrem Abschlussbericht bewertet. Die Schüler wurden selbstständiger, selbstbewusster und haben viel gelernt.

Die Berufsbildende Schule Wirtschaft wird ihre Erfahrungen mit weiteren 48 Praktika in Norwegen, Türkei und England ab Herbst ergänzen bzw. diese über „Erasmus+“ finanzieren.