Internationale Projekte

Unsere Schule begleitet viele internationale Projekte. Nachfolgend finden Sie einen zusammenfassenden Überblick über die aktuellen sowie die bereits abgeschlossenen Projekte. Links im Menü erhalten Sie jeweils genauere Informationen zu einem bestimmten Projekt.


A) 2014-2020 Internationale Projekte seit Beginn von Erasmus+, dem EU Förderprogramm für Bildung

a) 2014: „Neue Techniken und Methoden im berufsbezogenen Unterricht in Klassen mit besonderen Bedürfnissen“

Das Projekt ist beendet: 9 Lehrer fuhren zu Weiterbildungskursen und Unterrichtshospitationen nach Norwegen, Italien, Tschechien und Italien. Sie bereiteten die Zertifizierung der Berufsbildenden Schule Wirtschaft als „Europaschule des Landes Rheinland-Pfalz“ vor.

b) 2015: „Unterrichtsgestaltung und Medienkompetenz in Europa-Schulen“

Projekt ist beendet: 13 Lehrer fuhren zu Weiterbildungen und Unterrichtshospitationen nach Frankreich, Lettland, Finnland, Spanien, Türkei und Tschechien. Sie trafen auch Vorbereitungen zum Projekt Etablierung einer „Europaklasse mit Auslandspraktika“ vor.

c) 2016: „Internationales Jungunternehmertum und Außenwirtschaft im Unterricht (International Youth Entrepreneurship and foreign trade in education)“

Das Projekt "Internationales Jungunternehmertum und Außenwirtschaft im Unterricht (International Youth Entrepreneurship and foreign trade in education)" zielt vorrangig auf eine Verzahnung von schulischer und beruflicher Bildung im europäischen Rahmen bzw. auf eine schulische Vorbereitung und Zertifizierung von "Entrepreneurship im Außenhandel".

Wegen der regionalen und überregionalen Relevanz des Projekts sind neben zwei Wirtschaftsschulen aus zwei Programmländern ( D, CZ) auch Schulverwaltungen, Industrieverbände, Kammern u.a. eingebunden.

Projektziele:
- Unterstützung/Zusatzqualifikation in der beruflichen Bildung; Hilfe zur Selbstständigkeit;
- Erweiterung interkultureller, ökonomischer und sozialer Kompetenzen.

In drei Arbeitsphasen werden zwei Produkte in den Stufen 11/12/13 des Wirtschaftsgymnasiums erstellt, die zu einem Unterrichtsreihe Außenwirtschaft ( bestehend aus 2 Modulen) mit Prüfung zum „Unternehmerführerschein“ und zu einer Schülerfirma "Internationalen Youth Entrepreneurship" führen. Dazu gehören: Schülerexkursionen bei Zollämtern, Finanzämtern, Unternehmen und Kammern, die die notwendigen Formulare und Abläufe im Außenhandel erklären (während der Lern/Lehrveranstaltungen). Die Einladung von Unternehmern an die Schulen, um für Fragen und Diskussionen bereitzustehen (BOSS-Tag). Der Einsatz eines Simulationsprogramms für Unternehmerentscheidungen (TOP SIM) und die Erstellung der Unterrichtsreihe mit volkswirtschaftliche Grundlagen, den Europäischen Binnenmarkt, globale Weltwirtschaft, Konjunktur/Wirtschaftswachstum, Geld, Währung und Staatshaushalte.

d) 2015: „Implementierung einer 'Europa-Klasse' mit Auslandspraktika im Rahmen der beruflichen Erstausbildung“

Berufliche Praktika sind an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft in Idar-Oberstein wesentlicher Bestandteil der beruflichen Erstausbildung und als Pflichtpraktikum in mehreren Bildungsgängen und Schulformen verankert. Sie ergänzen den theoretischen Fachunterricht um unverzichtbare praktische Erfahrungen.

Nun soll mit Hilfe von Erasmus+ eine "Europaklasse" mit einem mindestens zweiwöchigen Auslandspraktikum zusätzlich und dauerhaft im Rahmen der beruflichen Erstausbildung (Höhere Berufsfachschule, Duale Ausbildung) im Schulprofil und im Lehrplan verankert werden.

Die Schüler beider Schulformen werden in zwei Jahren zunächst vier bewährte aufnehmende Einrichtungen jeweils zweimal in Anspruch nehmen, die den Grundstock für weitere, folgende Zielländer darstellen.

Insgesamt 48 (verschiedene) Schüler und acht Begleiter/Fachlehrer werden so in zwei Jahren acht Auslandsaktivitäten mit Praktika in vier Ländern (CZ, NOR, TR, GB) durchführen, evaluieren und optimieren, so dass das Projekt ein nachhaltiges und dauerhaftes "Europaschulangebot" für nachfolgende Schülergenerationen darstellt.

Die Schüler sind in der Regel zwischen 17 und 20 Jahre alt, sehr motiviert und offen für eine Erweiterung der interkulturellen, fachlichen, sozialen und ökonomischen Kompetenzen.

Diese Kompetenzen sollen ihnen auf im beruflichen Werdegang weiter helfen (Bescheinigungen/Europass für die Bewerbungsunterlagen werden erstellt) und gleichzeitig das Schulprofil und Lehrangebot der Europaschule BBS Wirtschaft Idar-Oberstein mit konkreten Erfahrungen und Lerninhalten ergänzen.

Der nachhaltige und langfristige Nutzen solcher Maßnahmen wurde von Schülern, Eltern, Unternehmern und Lehrern stets bestätigt worden.

 

22 Auslandspraktikanten der Berufsbildenden Schule Wirtschaft hatten viel zu erzählen

Noch in den Herbstferien sind die 22 Auslandspraktikanten der Berufsbildenden Schule Wirtschaft Idar-Oberstein heil und voller Begeisterung zurückgekehrt.

Aus London (GB), Bergen (NOR), Ankara (TR) und Pribram (CZ) hatten sie viele positive Eindrücke mitgebracht und tauschten sich bei ihrem ersten Treffen in der Schule aus. Schulleiter Fred Mildenberger und Projektkoordinator Oberstudienrat Michael Pelke begrüßten die ersten Heimkehrer aus den vier Ländern, um ihnen auch den verdienten Europass auszustellen. Im Rahmen des europäischen Bildungsprogramms „Erasmus+“ wurden den Auszubildenden aus den Klassen Industriekaufleute, Großhandelskaufleute, Kaufleute für Büromanagement und den Schülern der Höheren Berufsfachschule für Officemanagement die entsprechenden Praktikumsbescheinigungen ausgestellt.

Dabei erzählten die Teilnehmer gerne ihre Erfahrungen im Ausland. Die Auszubildende Michele Fuchs schilderte ihre Zeit in der Türkei: „Ich war mit meinem Praktikum sehr zufrieden und sehr froh, dass ich diese Erfahrung machen durfte. Ich hoffe, dass noch sehr viele Schüler nach mir dieses Praktikum durchführen werden. Ich glaube in keinem Land wie hier wird man so herzlich von allen aufgenommen. Jegliche Vorurteile, die ich hatte, sind wie weggeblasen.“

Und Kimberly Conradt aus der Höheren Berufsfachschule Officemanagement schreibt: „Während unseren Aufenthalts vom 07.-22.10.2016 in Tschechien (Pribram) haben ich und meine fünf Freunde sehr viel über die Stadt gelernt. Da ich dort in einer Schule gearbeitet habe, habe ich zudem viel über das dort vorhandene Schulsystem gelernt. Das Schönste an Tschechien ist mit Abstand die Hauptstadt. Prag ist eine wunderschöne Stadt, die man unbedingt mal gesehen haben muss. Da es eine sehr angenehme Zeit mit sehr netten Menschen war und es auch eine herausragende Erfahrung gewesen ist, würde ich es immer wieder machen. Ich empfehle jedem, diese Chance zu nutzen, es ist eine tolle Sache.“ Die deutschen Schüler wurden in Tschechien von gleichaltrigen Schülern der Wirtschaftsakademie und Partnerschule in Pribram im Praktikum begleitet. Der Abschied von ihnen viel dann doch etwas schwer.

Im Jahr 2017 sollen dann die nächsten vier Gruppen in die Partnerländer aufbrechen können. Die Nachfrage bei Schülern und Auszubildenden der Berufsbildenden Schule Wirtschaft ist jedenfalls erfreulich hoch.

Mit ihren drei Begleitlehrern Rosemarie Schneider-Pillny, Dominic Rudolphy und Michael Pelke hatten die ersten 15 von 22 Auslandspraktikanten nach zwei Wochen in Norwegen, Groß -Britannien, Tschechien und in der Türkei sehr viel Positives zu erzählen.

 

Schülerkommentare:

Stefan J.:
Die in Pribram ansässige Firma Finvest bietet sehr viele Dienstleistungen für kleine und mittelständige Unternehmen an.Ihre Hauptarbeit macht die Buchführung für diese Unternehmen aus. Weitere Dienstleistungen sind u. a. Steuerberatung, Hilfe bei Verhandlungen mit der Bank und bei Kreditprojekten. Jeder Mitarbeiter in der Firma hat dafür seine eigene Spezialisierung. Während meines 2-wöchigen Auslandspraktikums in Pribram sammelte ich eine Menge neuer Erfahrungen, lernte interessante Menschen kennen und hatte eine tolle Zeit.Wenn man 2 Wochen lang in einem fremden Land innerhalb eines Betriebes mit anderen Menschen zusammen arbeitet lernt man so einiges und wächst daran. Dies ist jedoch nur ein kleiner Teil des Auslandsaufenthaltes. Außerhalb der Arbeit ist man natürlich auch ständig in Kontakt mit Menschen ,welche eine ganz andere Sprache sprechen und eine etwas andere Kultur haben. Durch einigermaßen anständiges Englisch kann die Sprachbarriere aber sehr leicht überwunden werden und man kann in seiner Freizeit sehr nette Bekanntschaften machen und lernen, dass man vielleicht doch gar nicht so unterschiedlich ist.Ständig gerät man vor schwierige Aufgaben und fremde Situationen aber mit einer offenen Persönlichkeit und einer Portion Neugier bewältigt man das alles und wächst daran. Wie bereits erwähnt hatte ich eine tolle Zeit und empfehle ein Auslandspraktikum jedem weiter, dem sich diese Gelegenheit bietet.

 

Milena F.:
Das Auslandspraktikum würde ich jedem weiterempfehlen, da es eine Erfahrung fürs Leben ist. Es war schon am ersten Tag schön zu sehen, wie andere leben und was für Sehenswürdigkeiten allein die kleine Stadt Pribram hat. Außerdem war es auch toll sich mit anderen Gleichaltrigen aus dem Ausland zu unterhalten und fest zustellen, dass es nicht viele Unterschiede zu deustchen Jugendlichen gibt. Am schönsten war der Tag in Prag, wir konnten viel von der Stadt sehen, da es einfach sehr viele schöne Sehenswürdigkeiten gibt. Mein Fazit ist, dass jeder mal ein Auslandspraktikum gemacht haben soll und ich auf jeden Fall wieder nach Tschechien bzw. Prag fahren werde.

 

Michèle F.:
Wir sind mit unserem Praktikum sehr zufrieden und sehr froh, dass wir diese Erfahrung machen dürfen. Wir hoffen, dass noch sehr viele Schüler nach uns dieses Praktikum machen werden. Ich glaube in keinem Land wie hier wird man so herzlich von allen aufgenommen. Jegliche Vorurteile die wir hatten sind wie weggeblasen.

 

Kimberly C.:
Während unseres Aufenthalts vom 07.-22.10.2016 in Tschechien (Pribram) habe ich und meine fünf Freunde, die aus demselben Grund wie ich in Tschechien waren, sehr viel über die Stadt gelernt. Da ich dort in einer Schule gearbeitet habe, habe ich zudem viel über das dort vorhandene Schulsystem und dessen schulisches Wesen gelernt. Das Schönste an Tschechien ist mit Abstand die Hautstadt. Prag ist eine wunderschöne Stadt, die man unbedingt mal gesehen haben muss. Da es eine sehr schöne Zeit mit sehr netten Menschen war und es auch eine wunderschöne Erfahrung gewesen ist, würde ich es immer wieder machen. Ich empfehle jedem diese Chance zu nutzen, es ist eine tolle Sache.

 

Kimberly B.:
Unser Praktikum in Tschechien war eine tolle Erfahrung, wir haben viel erlebt, viele tolle Orte gesehen und eine Menge sehr netter Menschen kennengelernt. Natürlich war es anfangs etwas ungewohnt mit 5 bislang fast fremden Menschen in einer Wohnung zu leben, aber wir haben uns sehr schnell angefreundet und die zwei Wochen in Tschechien ohne größere Probleme hinter uns gebracht. Wir wurden immer freundlich und mit Respekt behandelt, was nicht überall als selbstverständlich gilt.
Ein kleines Highlight der Reise war der Ausflug nach Prag. Eine wunderschöne Stadt mit vielen schönen Orten!

 

Lisanne Ochwat:
Das Auslandspraktikum half mir dabei, meine Englischkenntnisse zu verbessern und selbständiger zu werden. Ich hatte in Norwegen viele schöne Erfahrungen und Erlebnisse, auch konnte ich das Arbeitsleben sowie die Mentalität der Norweger besser kennenlernen und verstehen.“ Das Auslandspraktikum half mir dabei, meine Englischkenntnisse zu verbessern und selbständiger zu werden. Ich hatte in Norwegen viele schöne Erfahrungen und Erlebnisse, auch konnte ich das Arbeitsleben sowie die Mentalität der Norweger besser kennenlernen und verstehen.“
Ich würde aktuell noch sagen, dass die Erfahrung einen selbstbewusster, gerade im Umgang mit der englischen Sprache, gemacht hat und auch selbstständiger, da man teilweise auf sich alleine gestellt war, z.B. auf der Arbeit. Aber wir haben ja viel Unterstützung bekommen.
Einziges Manko: Die Arbeit hatte jetzt bei uns wenig mit unserem Beruf im kaufmännischen Bereich zu tun, aber es ist bestimmt auch sehr schwer für diesen kurzen Zeitraum von 2 Wochen ein Praktikum in einem Unternehmen zu bekommen.

 

Marian G.:
Der Aufenthalt in London hat mein Selbstbewusstsein gestärkt. Ich musste mich in einem fremden Land zurechtfinden und damit meine ich nicht nur den Arbeitsweg zur Praktikumsfirma. Die Familie, bei der ich untergebracht war, hatte indische Wurzeln. Dies spürte man nicht nur beim Essen. Die Praktikumsfirma, bei der ich beschäftigt war, betreute hauptsächlich polnische Bürger, die in England leben, und bestand deshalb hauptsächlich aus polnischen Mitarbeitern. Mein Auslandspraktikum wurde dadurch zu einem multikulturellen Erlebnis. Dieses Umfeld stellte mich immer wieder auf die Probe. Aber ich habe alle Herausforderungen gemeistert. Natürlich waren auch meine Sprachkenntnisse gefordert. Nach den zwei Wochen Praktikum habe ich keine Scheu mehr, die englische Sprache anzuwenden oder mich neuen, mir fremden Situationen zu stellen.

 

Franziska M.:
Es war super organisiert und Frau Rolka hat sich super um uns gekümmert, sie war echt mega nett! Herr Rudolphy war auch eine super Unterstüzung!
Das Praktikum im Hanseatischen Museum war gut, die Leute waren alle nett und bemüht mich zu integrieren. Leider hatten die Aufgabenbereiche sehr wenig mit meiner Ausbildung zu tun, aber es war trotzdem eine super Erfahrung und eine gute Übung um Eigenverantwortung und Selbstvertrauen zu gewinnen. Würde es wieder machen und ist nur zu empfehlen!

 

Andre Weiß:
Ich war mit dem Auslandspraktikum sehr zufrieden. Das Hotel in dem wir untergebracht wurden, war auch ganz Okay. Es war kein Luxus Hotel, aber man hat sich dort nach der Zeit schon sehr wohl gefühlt. Das Hotelpersonal war auch super nett. Obwohl sie nur Türkisch sprachen konnten, haben sie uns immer weitergeholfen, wenn wir mal irgendwelche Probleme hatten. Manchmal hat uns auch Frau Tasci als Dolmetscherin weitergeholfen. Die schulischen Einrichtungen, die wir besucht haben und die Betriebe ( Steuerberater, Hotel ) waren auch richtig interessant. Uns wurden in der Schule alle Klassen vorgestellt und die verschiedenen Berufsbereiche die dort unterrichtet werden. Wir durften sogar am IT Unterricht teilnehmen, dort lernen die Schülerin wie man Computer richtig programmiert und andere Arbeiten die hauptsächlich mit Computern zu tun haben. Wir waren noch bei einem selbstständigen Steuerberater und haben dort gezeigt bekommen wie er arbeitet. Was für Aufgaben ein Steuerberater hat usw.. Ein paar Tage habe ich noch an der Rezeption in einem Hotel gearbeitet. Unsere Bezugsperson Tülin, war auch mega nett und wir konnten uns super mit ihr verständigen, da sie auch sehr gut Englisch sprechen konnte.

Also für mich war das Auslandspraktikum eine sehr interessante Erfahrung. Ich hab durch das Praktikum einige meiner Fähigkeiten verbessert und auch einige neue dazu gewonnen. Ich bin viel selbstbewusster darin geworden auf Englisch mit anderen Menschen zu kommunizieren, was mir persönlich sehr viel weiterhilft auch in der Schule oder im weiteren Berufsleben. Es war auch sehr interessant die türkische Kultur kennenzulernen und zu sehen wie die Menschen dort leben und arbeiten.

e) 2016: „Innovative Schools And Creative Approaches"

beteiligt sind Schulen aus Lettland, Griechenland, der Türkei, Frankreich, Italien und Spanien.

36 Schüler und Lehrer aus sechs verschiedenen Ländern waren in der Woche vor Weihnachten zu Gast an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft. Im Rahmen eines durch die EU geförderten Erasmus Projektes begrüßte Schulleiter Fred Mildenberger Gäste aus Lettland, Italien, Spanien, Frankreich, Griechenland und der Türkei. Diese beschäftigten sich mit dem Thema „Innovative school-Creative Approaches“. Gemeinsam mit den Lehrkräften Jessica Strack und Ingo Spaniol erkundete man die Stadt Idar-Oberstein, durch eine „Stadtrallye“. Auch das Edelsteinmuseum wurde besucht. Die Schülerin Riccarda Rassweiler führte gekonnt durch das Fischbacher Kupferbergwerk. Abgerundet wurde die Woche schließlich mit einem Besuch der historischen Stadt Trier.

Im kommenden Jahr wird die BBS Wirtschaft nun Gegenbesuche antreten: Im Frühjahr haben Schülerinnen und Schüler somit die Möglichkeit, an Reisen in die Türkei und nach Italien teilzunehmen, um dort die Kultur und das Schulwesen kennenzulernen. 


B) Auf dem Weg zur Europaschule - Rückblick auf Projekte bis 2014

In Europa unterwegs

Am 5. Mai 2015 (dem Gedenktag zur Gründung des Europarates 1949) erhielt die Berufsbildende Schule Wirtschaft im Bildungsministerium Mainz, vertreten durch Schulleiter Fred Mildenberger, zwei Schülersprecher, zwei Lehrer und OStR Michael Pelke als Koordinator internationaler Projekte die Zertifizierungsurkunde als „Europaschule des Landes Rheinland-Pfalz“. Damit gehörte die Schule zu den ersten achtzehn Schulen des Landes, die sich erfolgreich um die Zertifizierung beworben hatten.
Bei der geforderten Einreichung der Unterlagen, wurde allen Beteiligten bei dem Nachweis der zu erfüllenden Kriterien erst richtig klar, wie umfangreich die Schulaktivitäten und Lerninhalte mit Bezug auf Europa waren und weiterhin sind.
Für eine Berufsbildende Schule mit dem Schwerpunkt „Wirtschaft“ ist dies einerseits selbstverständlich. Andererseits wurden aber überdurchschnittlich viele Projekte mit ausländischen Schulen und Partnern im Rahmen von Comenius- und Leonardo da Vinci- Programmen, inklusive Praktikanten- und Schüleraustausch seit 2007 von der EU gefördert bzw. durchgeführt.
In der Förderperiode „Lebenslanges Lernen“ von 2008-2014 gingen die Förderanträge vor allem von Oberstudienrat Michael Pelke aus, der anfangs mit der Partnerstadt Les Mureaux (Partnerstadt von Idar-Oberstein) und später im Rahmen des rheinland-pfälzisch/mittelböhmischen Partnerschaftsverbandes mit der Partnerschule in Pribram/CZ zahlreiche Projekte und Austausche initiierte.

So wurden nach vier Comenius Schulpartnerschaftsprojekten (die Themen waren: „Zeitung in Europa“ mit Ungarn, Deutschland, Tschechien, Polen, Frankreich; „Schulische Berufsvorbereitung“ mit D, CZ, PL, FR; „Unsere Stadt im Wandel“ mit Ungarn, Frankreich, Italien, Deutschland und „Schüler erkunden und präsentieren Unternehmen ihrer Region“ (Deutschland, Tschechien, Frankreich )auch drei Comenius-Regio-Projekte von Rheinland-Pfalz und Mittelböhmen im Jahr 2012 auf den Weg gebracht und erfolgreich abgeschlossen.

Dabei wurde der Lehrplan Wirtschaftsgeographie durch das Projekt „Verknüpfung von Bildungs- und Beschäftigungssystem“- Sozioökonomischer Wandel als Lerninhalt und Chance für die regionale Integration belebt. Antragsteller war der Landkreis Birkenfeld und Partner auf deutscher Seite waren der Industrieverband der Schmuck- und Metallwaren Idar-Oberstein e. V. sowie der Bundesverband der Edelstein- und Diamantindustrie e. V. und die Berufsbildende Schule Wirtschaft.
http://comenius-regio-birkenfeld.de/projekttreffen0/

Auch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD) unterstützte ein weiteres Comenius-Regio Projekt „Europa verbinden - Trier-Prag, eine historische Radwanderung als handlungsorientiertes Bildungskonzept“ mit den Partnern Naheland Touristik, Berufsbildende Schule Wirtschaft und dem Radsportverein „Blitz“. In beiden Fällen gab es die dazu passenden Partner in Mittelböhmen, immer dabei das Schulamt in Prag.
http://comenius-regio-trier.de/projekttreffen/

Auch aufgrund der vielen weiteren europäischen Aktivitäten wie ein seit 2010 bestehender jährlicher Praktikantenaustausch mit Pribram, bei dem deutsche und tschechische Schüler ein zwei bis dreiwöchiges Praktikum im Rahmen ihrer beruflichen Erstausbildung im Ausland gemeinsam absolvieren, dem Besuch von Ausbildungsstätten ( 20 Gastronomieschüler/Köche aus Tschechien kochten mit Schülern in Idar-Oberstein, Bernkastel-Kues sowie Trier und weitere 20 Schüler aus den Bereichen Bau, Metall, Elektrotechniker besuchten Ausbildungsstätten in Bad Kreuznach, Birkenfeld und die Bundeswehrartillerieschule Idar-Oberstein) gab es 2015 keine Probleme die Zertifizierung als „Europaschule des Landes Rheinland-Pfalz“ zu erlangen.

Auf dem „Europa-Schul(e)-Fest“ am 8. Mai 2015 wurde die Ernennung gebührend gefeiert. Eltern, Vertreter der regionalen Wirtschaft und Politiker nahmen teil.
In vielen Klassenräumen wurden europäische Themenstellungen präsentiert, dazu gab es eine Schüler-Rallye mit anschließender Preisverleihung, einen Vortrag mit Diskussion zum Thema: „Die Europäische Union - Was haben wir davon?“ und eine Bilderausstellung des tschechischen Luftfotografen Jiří Jiroušek, der an der Feier selbst teilnahm:
http://bbs-w.de/europaschule/

„Die Ausstellung bestätigte die intensive Zusammenarbeit der Berufsbildenden Schule Wirtschaft Idar-Oberstein und der Wirtschaftsakademie Pribram in Mittelböhmen in besonderer Weise und ist beispielhaft für vergleichbare, zukunftsorientierte Aktivitäten. Die Bilder werden auch ab Oktober 2016 im Landtag Mainz (2017 in der Landesvertretung Berlin) zu sehen sein.“, so Schulleiter Fred Mildenberger, der nun auf nachhaltiges europäisches Bewusstsein und die Stärkung interkultureller Kompetenzen in der Schulgemeinschaft setzt.